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Der
Lipizzaner ist das berühmteste Pferd Sloweniens und Österreichs
und weltbekannt für die Hohe Schule der Dressur, die er u.a.
in der Spanischen Hofreitschule in Wien zeigt.
Die
Rasse wurde zuerst auf dem Gestüt in Lipizza (heute "Lipica"
in Slowenien) durch den Erzherzog Karl von Osterreich gezüchtet.
An den europäischen Fürstenhöfen war die Hohe Schule
der Reitkunst damals sehr in Mode, und der Fürst brauchte
Pferde, die dafür besonders geeignet waren. 1580 importierte
er andalusische Hengste - die dem Vernehmen nach die besten Voraussetzungen
mitbringen sollten und kreuzte sie mit einheimischen Stuten.
Während
der nächsten 300 Jahre wurden auch andere Rassen importiert
und mit den eigenen Pferden gekreuzt. Alle Lipizzaner haben ihren
Ursprung in folgenden Hengsten: Pluto (Frederiksborger), Conversano
und Neapolitano (Neapolitaner), Favory und Maestoso (Kladruber)
und Siglavy (Araber).
Als
das österreichisch-ungarische Gestüt 1918 aufgelöst
worden war, brachte man die Lipizzaner nach Italien. Eine Qualitätsverschlechterung
wurde dabei bewusst in Kauf genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg
- Lipica wurde Teil des damaligen Jugoslawien - importierte man
neue Bestände. Danach ging es mit den Lipizzanern wieder
aufwärts.
Die
Spanische Hofreitschule wurde 1758 in Wien gegründet, um
den Adel in der Kunst der Pferdehaltung zu unterweisen. Heute
werden die Lipizzaner dort als einzige Rasse gehalten, nachdem
man früher auch andere Arten, wie z.B. gefleckte Pferde,
eingesetzt hatte. In der Schule werden nur Hengste gezeigt. Lipizzaner
sind erst spät ausgewachsen; sie beginnen im Alter von vier
Jahren mit dem Training. Um die hohe Kunst zu beherrschen, die
in der Schule gezeigt wird, muss ein Pferd mehrere Jahre lang
ausgebildet werden. Alle Vorführungen beruhen auf natürlichen
Bewegungen, die man bei spielenden, jungen Pferden beobachten
kann.
Warum Lipizzaner?
Durch ihre barocke Figur und Gelehrigkeit eignen sie sich sehr
gut als Dressur-, Kutsch- und Showpferd. Lipizzaner sind sehr
ausgeglichen im Wesen und sehr willig. Daher werden Sie auch gern
im Gelände geritten.
Wo kann ich Lipizzaner reiten?
im ursprünglichen Gestüt Lipica
Toskana
Ungarn
Rumänien
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